Bericht aus dem öffentlichen Teil der Gemeinderatssitzung vom 30.10.2018

  1. Einwohnerfragestunde – es wurden keine Fragen gestellt
  2. Zukunftscheck-Dorf und Nahwärmekonzept

Zur notwendigen Fortschreibung des mittlerweile 27 Jahre alten  Dorferneuerungskonzeptes wird das vom Land geförderte und vom Landkreis unterstützte Projekt Zukunftscheck-Dorf in unserer Gemeinde umgesetzt. Hierzu wurde bereits eine Informationsveranstaltung von einigen Gemeinderatsmitgliedern besucht. Es folgt eine Auftaktveranstaltung vor Ort in Form einer Ideenwerkstatt an der bereits die Bürger beteiligt werden. Danach werden Arbeitskreise zu den einzelnen Themen gebildet und deren Ergebnisse in Sitzungen diskutiert. Nach einer Bestandsanalyse werden die Zukunftsperspektiven, die Entwicklungsmaßnahmen, ein Maßnahmenkatalog und ein Rahmenplan zur Dorferneuerung  sowie die notwendigen Handlungsfelder in unserer Gemeinde definiert. Am Ende wird alles in einem Abschlussbericht zusammengefasst der ein Konzept für die nächsten Jahre darstellt.

An diesem Projekt sollen insbesondere  Bürger, die nicht im Gemeinderat sind, mitarbeiten und Ideen einbringen.

In diesem Zusammenhang ist auch das Nahwärmekonzept zu sehen. Hierzu wurde der Gemeinderat von dem Sanierungsmanager der Verbandsgemeinde Herr Stalter und Herr Weber von der Fa. Ökobit über Möglichkeiten und praktische Umsetzung informiert. Nach der in den nächsten Wochen groben Erfassung von Interessenten an einem Nahwärmeanschluss wird über die Erstellung eines geförderten KFW-Quartierskonzeptes in der nächsten Sitzung entschieden.

  1. Sanierungskonzept für die Straßenbeleuchtungsanlage

Von den ca. 50 Straßenlampen in unserer Gemeinde eignen sich 23 Stück für die Umrüstung auf LED-Technik. Der Investitionsaufwand von 4.677 € würde sich in 4,89 Jahren durch Stromeinsparung Amortisieren. Der Gemeinderat beschloss die Umrüstung auf LED-Technik

  1. Gründung der kommunalen Holzvermarktungsgesellschaft Region "Mosel - Saar" GmbH

Die derzeitige Holzvermarkung über die Landesforstverwaltung verstößt gegen Kartellrecht. Deshalb soll dies jetzt über kommunale Holzvermarktungsorganisationen erfolgen.  Der Gemeinderat beschloss den Beitritt in die Holzvermarktungsgesellschaft Region "Mosel - Saar" GmbH.

  1. Beratung über die Zweckvereinbarung Kindertagesstätte Binsfeld

Nach dem Anbau von Gruppen- und Mehrzweckräumen für 1.6 Millonen Euro ist die Kostenaufteilung  in einer Zweckvereinbarung mit der Gemeinde Binsfeld zu regeln.  Hierzu wurde beraten und der Ortbürgermeister mit den Beigeordneten beauftragt Gespräche zu der Vereinbarung zu führen.

  1. Beratung über den Betrieb einer 750 KW Photovoltaik-Freiflächenanlage

Es besteht die Möglichkeit im Rahmen des zur Zeit laufenden Genehmigungsverfahrens  für Freiflächen-Photovoltaikanlagen, dass der Investor auch eine von der Gemeinde finanzierte und betriebene eigene Anlage 750 KW-Anlage errichtet. Der Gemeinderat  beschloss hierzu Verhandlungen aufzunehmen.

  1. Verkehrsberuhigungsmaßnahmen in der Ortslage

Nach Beschwerden über zu schnelles Fahren im Bereich des Ortseingangs aus Richtung Niederkail befasste sich der Gemeinderat mit dem Thema. Die vorgestellten Messergebnisse der eigenen Messeinrichtung wurden vorgestellt und zeigen Überschreitungen. Die Anschaffung von sogenannten „Streetbuddys“ wurde beschlossen und eine Begehung/Prüfung durch Verwaltung, Polizei, Kreisverwaltung und LBM gefordert.

  1. Breitbandausbau in Arenrath

Im Rahmen der Breitbandinitiative des Bundes wurde mit dem Ausbau des Glasfasernetes auf Kreisebene begonnen. Gebäude mit weniger als 30 MB/s werden durch Glasfaser angeschlossen. Dies sind in Arenrath Hof-Hütt, Mellich, die Höfe und Teile der Straße „Im Hassauer Tal“. Die Arbeiten wurden kurzfristig begonnen.

  1. Mitteilungen

Ökopunkte:  Nach einer Begehung mit der Verwaltung, dem Förster und dem Büro Högner ergaben sich ca. 15.000 qm geeignete Flächen im gemeindlichen Wald.

Als neuer Gemeindearbeiter ist Herr Andreas Bader eingestellt worden. Herr Tobis Pitsch und Daniel Heinen stehen noch unterstützend zur Verfügung.

WLAN für die Gemeindehalle. Die Fa. Innogy ist beauftragt  das Projekt umzusetzen.

Anschaffung eines Wickeltisches für die Bürgerhalle. Eine Installation im behinderten WC war nicht möglich so dass es im Vorraum des Damen WC installiert wurde.

Der jährliche Revierbegang (ohne Waldbegang) wurde für den 09.12.2018 um 10 Uhr terminiert.

  1. Verschiedenes

Die Verbandsgemeindewerke planen die Erneuerung der Wasserleitung und Teile des Kanals  in der Straße „Im Hassauer Tal“. In wie weit die Gemeinde den Straßenausbau oder Reparatur der Straße mitplanen wird nach einer Anliegerversammlung im Januar/Februar entschieden

Ausbau des Wirtschaftsweges Mellich. Nachdem die Verhandlungen mit einem Eigentümer einer im Straßenbereich liegenden Parzelle  nochmals gescheitert sind soll der Weg in den anstehenden Bebauungsplan der Biogasanlage aufgenommen werden.

Ludwig Schmitz

Ortsbürgermeister

Anleinpflicht für Hunde innerhalb der Gemeinde

Nach mehreren Hinweisen aus der Bevölkerung weise ich auf die Anleinpflicht für Hunde innerhalb der Ortslage hin.

Dies ergibt sich aus § 4 Abs.1 der Gefahrenabwehrverordnung der Verbandsgemeinde Wittlich-Land die folgenden Wortlaut enthält:

„Auf öffentlichen Straßen und Anlagen innerhalb bebauter Ortslagen dürfen Hunde nur angeleint geführt werden. Außerhalb bebauter Ortslagen sind sie umgehend und ohne Aufforderung anzuleinen, wenn sich andere Personen nähern“.

 

Ludwig Schmitz

Ortsbürgermeister

Fit in jedem Alter

Der SV Arenrath e. V. startet einen weiteren Kurs

Dieser findet unter der Leitung von Carmen Jung statt.

Trainingsschwerpunkte sind:

- Wirbelsäulengymnastik

- Mobilisation

- Beweglichkeit

- Koordinationsschulung

Hier die Daten:

Beginn:           13. November 2018

Zeit:                Wöchentlich Dienstags von 10- 11 Uhr

Dauer:             Zehn Einheiten

Ort:                 Bürgerhalle Arenrath

Kosten:           20 Euro für Mitglieder SV Arenrath

25 Euro für Nichtmitglieder

Anmeldungen werden von Carmen Jung (06575-901830) direkt angenommen.

Informationsveranstaltung zum Thema Nahwärme in Arenrath am 12.09.2018

Nach dem Angebot der Betreiber der Biogasanlage Arenrath GmbH & Co.KG Markus Lieser, Stefan Marx und Edgar Marx im Rahmen eines Ausbaus der Anlage der Gemeinde kostengünstige Wärme zur Verfügung stellen zu können, beschäftigte sich der Gemeinderat mit den Themen „Nahwärme, Bioenergiedorf und Quartierskonzept“. Möglicherweise könnten in Arenrath viele Bürger über ein Nahwärmenetz regenerativ mit Wärme versorgt werden. Um darüber umfassend zu informieren lud der Rat interessierte Bürgerinnen und Bürger am 12.09.2018 zu einer Veranstaltung in die Gemeindehalle ein. In seinen Begrüßungsworten freute sich Ortsbürgermeister Ludwig Schmitz über das Interesse der Anwesenden, welches auch das Engagement an der Mitgestaltung der Zukunft für die Gemeinde wiederspiegelt.

Auf dem Programm standen an diesem Abend Vorträge vom Sanierungsmanager der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) sowie der Fa. Ökobit.

Sanierungsmanager Tobias Thiel-Schruden betreut momentan gemeinsam mit einem Kollegen die Erstellung von sechs Quartierskonzepten. Dabei werden Gemeinden auf den „energetischen Prüfstand“ gestellt und Potenziale für Effizienzmaßnahmen und die Nutzung regionaler, regenerativer Energien ermittelt. Oftmals sind Nahwärmenetze hierbei ein Kernthema. Durch die hohe Förderung mit 65 % durch die KfW-Bank und 20 % des Landes sind diese Konzepte ein guter erster Schritt zum Aufbau einer Nahwärmeversorgung. Von der Datenerfassung bis zur späteren Umsetzung der Maßnahmen werden die teilnehmenden Gemeinden von den Sanierungsmanagern der VG betreut.

Vier der sechs Quartierskonzepte in der Verbandsgemeinde werden vom IfaS erstellt. Dr. Reis zeigte bereits in seiner Einleitung einen guten Grund für die Nutzung regional vorhandener Bioenergie. Denn rund 420.000 € verlassen die Gemeinde Arenrath bei der derzeitigen Energieversorgung jährlich für Strom und Wärme. Mithilfe eines Quartierskonzeptes können Wege aufgezeigt werden, wie bspw. durch ein Nahwärmenetz unter Nutzung von Bioenergie dieses Geld in der Region gehalten werden kann. Man spricht dann von regionaler Wertschöpfung. Gute Beispiele gibt es einige. In der Gemeinde Fronhofen, nahe Simmern, entstand nach einem kleinen, privaten Netz mit 7 Anschlussnehmer auf Wunsch der Bürger ein größeres Netz, dass weitere 38 Häuser versorgt. „Der Weg zum fertigen Nahwärmenetz ist sehr lange und viele Fragen, die jetzt im Raum stehen, können im Augenblick noch nicht beantwortet werden. Allerdings sind in Arenrath, mit der angebotenen Wärme der Biogasanlage und der momentanen Förderkulisse, gute Voraussetzungen vorhanden“, so Dr. Reis zum Abschluss seines Vortrages.

Abschließend erläuterte Björn Weber von der Fa. Ökobit den geplanten Ausbau der Biogasanlage und wie der Betrieb mit sogenannten „Satelliten-Blockheizkraftwerken“ am Ortsrand zur Versorgung eines Nahwärmenetzes aussehen könnte.  Die BHKW würden in drei Containern Wärme und Strom produzieren.

„Für unsere kommunalen Gebäude würden wir die Nahwärme nutzen“, so Ortsbürgermeister Schmitz und kündigte an, die Themen Nahwärme und die Erstellung eines Quartierskonzeptes im Gemeinderat nochmals intensiv zu besprechen.

 

Ludwig Schmitz

Ortsbürgermeister

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  • Unser Revier

    Grußwort des Jagdpächters

    Nicht nur als Jäger, sondern auch als Partner im Natur- und Umweltschutz bemühe ich mich um eine nachhaltige Sicherung des ökologischen Gleichgewichts. Im Rahmen der Hege leiste ich meinen Beitrag  zur Erhaltung, Pflege und Aufrechterhaltung eines gesunden, artgerechten Wildbestandes.

    Als jagdbares Wild kommen im Jagdbezirk Arenrath u.a. Rehwild und vermehrt Schwarzwild vor. Gelegentlich zieht aus den benachbarten Revieren Rotwild durch. Fuchs, Dachs, Hase, verschiedene Marderarten sowie Flugwild wie u.a. Ringeltaube, Gans und Ente sind ebenfalls hier heimisch. Viele interessante und schützenswerte Tierarten sind also in unserem Revier vertreten.

    Die jagdliche Betätigung und Hegemassnahmen sind nur möglich, weil die Gemeindeverwaltung sowie die Grundeigentümer bzw. Landwirte offen und großzügig ihre Wald- und landwirtschaftlichen Nutzflächen für alle jagdlichen Aktivitäten öffnen. Ein verständnisvolles Miteinander zwischen Grundbesitzern, Landwirten und Jägern ist die Voraussetzung für ein gutes Gelingen.

    Pächter und Jäger im Revier Arenrath zu sein, ist kein „Hobby“ sondern gelebte jagdliche Passion mit der Liebe zur Natur und des darin lebenden Wildes. An dieser Stelle danke ich noch einmal allen Vertretern der Gemeinde, des Jagdvorstandes, der Forstverwaltung und der Bürgerschaft für das immer spürbare Wohlwollen und die Gastfreundschaft in diesem schönen Eifeldorf.