Informationsveranstaltung zum Thema Nahwärme in Arenrath am 12.09.2018

Nach dem Angebot der Betreiber der Biogasanlage Arenrath GmbH & Co.KG Markus Lieser, Stefan Marx und Edgar Marx im Rahmen eines Ausbaus der Anlage der Gemeinde kostengünstige Wärme zur Verfügung stellen zu können, beschäftigte sich der Gemeinderat mit den Themen „Nahwärme, Bioenergiedorf und Quartierskonzept“. Möglicherweise könnten in Arenrath viele Bürger über ein Nahwärmenetz regenerativ mit Wärme versorgt werden. Um darüber umfassend zu informieren lud der Rat interessierte Bürgerinnen und Bürger am 12.09.2018 zu einer Veranstaltung in die Gemeindehalle ein. In seinen Begrüßungsworten freute sich Ortsbürgermeister Ludwig Schmitz über das Interesse der Anwesenden, welches auch das Engagement an der Mitgestaltung der Zukunft für die Gemeinde wiederspiegelt.

Auf dem Programm standen an diesem Abend Vorträge vom Sanierungsmanager der Verbandsgemeinde Wittlich-Land, des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) sowie der Fa. Ökobit.

Sanierungsmanager Tobias Thiel-Schruden betreut momentan gemeinsam mit einem Kollegen die Erstellung von sechs Quartierskonzepten. Dabei werden Gemeinden auf den „energetischen Prüfstand“ gestellt und Potenziale für Effizienzmaßnahmen und die Nutzung regionaler, regenerativer Energien ermittelt. Oftmals sind Nahwärmenetze hierbei ein Kernthema. Durch die hohe Förderung mit 65 % durch die KfW-Bank und 20 % des Landes sind diese Konzepte ein guter erster Schritt zum Aufbau einer Nahwärmeversorgung. Von der Datenerfassung bis zur späteren Umsetzung der Maßnahmen werden die teilnehmenden Gemeinden von den Sanierungsmanagern der VG betreut.

Vier der sechs Quartierskonzepte in der Verbandsgemeinde werden vom IfaS erstellt. Dr. Reis zeigte bereits in seiner Einleitung einen guten Grund für die Nutzung regional vorhandener Bioenergie. Denn rund 420.000 € verlassen die Gemeinde Arenrath bei der derzeitigen Energieversorgung jährlich für Strom und Wärme. Mithilfe eines Quartierskonzeptes können Wege aufgezeigt werden, wie bspw. durch ein Nahwärmenetz unter Nutzung von Bioenergie dieses Geld in der Region gehalten werden kann. Man spricht dann von regionaler Wertschöpfung. Gute Beispiele gibt es einige. In der Gemeinde Fronhofen, nahe Simmern, entstand nach einem kleinen, privaten Netz mit 7 Anschlussnehmer auf Wunsch der Bürger ein größeres Netz, dass weitere 38 Häuser versorgt. „Der Weg zum fertigen Nahwärmenetz ist sehr lange und viele Fragen, die jetzt im Raum stehen, können im Augenblick noch nicht beantwortet werden. Allerdings sind in Arenrath, mit der angebotenen Wärme der Biogasanlage und der momentanen Förderkulisse, gute Voraussetzungen vorhanden“, so Dr. Reis zum Abschluss seines Vortrages.

Abschließend erläuterte Björn Weber von der Fa. Ökobit den geplanten Ausbau der Biogasanlage und wie der Betrieb mit sogenannten „Satelliten-Blockheizkraftwerken“ am Ortsrand zur Versorgung eines Nahwärmenetzes aussehen könnte.  Die BHKW würden in drei Containern Wärme und Strom produzieren.

„Für unsere kommunalen Gebäude würden wir die Nahwärme nutzen“, so Ortsbürgermeister Schmitz und kündigte an, die Themen Nahwärme und die Erstellung eines Quartierskonzeptes im Gemeinderat nochmals intensiv zu besprechen.

 

Ludwig Schmitz

Ortsbürgermeister